Forstliche Notfallkarte


Punktuelle Sturmereignisse führten im August 2017 und im Oktober 2018 (Sturmtief VAIA) zu unzähligen Windwürfen im gesamten Bezirk Spittal an der Drau, vor allem aber in den Gebieten des oberen Drau-, des oberen Möll- und des Lieser- und Maltatales.


Die Aufarbeitung dieser forstlichen Schäden zählt ohne Zweifel zu den körperlich schwersten und auch gefährlichsten Arbeiten überhaupt. So haben sich gerade in den Frühjahrsmonaten bereits einige schwere Forstunfälle (auch mit tödlichem Ausgang) ereignet. Problemtisch gestaltete sich dabei stets die Ortung bzw anschließende Bergung der Verletzten im zumeist unwegsamen Gelände.


Für künftige Rettungseinsätze wurde daher im gemeinsamen Zusammenwirken der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau (Bezirksforstinspektion, Sicherheit) mit den Einsatzorganisationen ein so genannter „forstlicher Notfallplan“ ausgearbeitet. Das Ziel dieses forstlichen Notfallplanes ist das schnelle Auffinden eines Verletzten, um somit die Zeit bis zu einer ärztlichen Erstversorgung so kurz als möglich zu halten. Ausfluss dieses Planes ist die unten angeführte „Notfallkarte“.


Aus Eigenschutzgründen ist daher danach zu trachten, dass die Notfallkarte von allen Personen, die im (eigenen) Wald Forstschäden aufarbeiten, mitgeführt wird. Aber auch Forstunternehmer sollten ihren Mitarbeitern die Nofallkarte vorausgefüllt und unterwiesen übergeben, damit im Ernstfall nach Absetzung des Notrufes eine rasche Ortung und Erstversorgung des Verunfallten sichergestellt ist.


Die genauen Koordinaten können

- einerseits selbstständig über den "KAGIS Kärnten Atlas" abgerufen werden und

- andererseits bei den zuständigen Forstaufsichtsstationen des Bezirkes Spittal an der Drau erfragt werden.


Für den Bezirkshauptmann:


Mag. Mag.(FH) Markus LERCH